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03.09.2020

Lesezeit: etwa 3 Minuten

Einführung der gelben Tonne

Rede des stellv. Fraktionsvorsitzenden Thassilo Hantusch in der Stadtverordnetensitzung am 2.9.2020 zum Tagungsordnungspunkt 11.11 Rahmenvorgabe der Stadt Wetzlar gemäß § 22 Absatz 2 Verpackungsgesetz

Vorlage: 1614/20 – I/531 – Einführung der gelben Tonne

Sehr geehrter Herr Stadtverordnetenvorsteher Udo Volck,

sehr geehrte Damen und Herren,

die NPD-Fraktion hatte 2018 bereits einen Prüfauftrag zur Einführung der gelben Tonne eingebracht, die mehrheitlich hier abgelehnt wurde. Sei es drum, nun wird sie eingeführt.

Es ist richtig, dass wir den Müll trennen und das die wiederverwertbaren Stoffe wie z.B. Plastik, Papier und Bio Müll getrennt werden. Allerdings kritisieren wir den 2. Punkt der Rahmenvorgabe: Der besagt, dass die gelben Tonnen volumenanalog zum Restmüll (also schwarze Tonne) erfolgen soll. Das halten wir für falsch. Wenn die Bürger richtig trennen würden, was leider nicht selbstverständlich ist, wäre in der Regel die schwarze Tonne, die den wenigsten Müll beinhaltet und die gelbe, die den meisten Abfall verursacht. Es ist auffällig, wie viele Produkte falsch sortiert werden. Dosen werden oft der schwarzen Tonne zugeordnet, Tekrapaks mit Milch und Saft kommen oft in die schwarze oder blaue Tonne. Auch glaubt ein Teil der Bürger, das die Sortiermaschinen auf der Abfalldeponie den Müll selbstständig trennt und es keine verschiedenen Tonnen bedarf, was nicht stimmt. Was im Restmüll landet, wird nicht recycelt.

In den Restmüll gehören u.a. nur Zigarettenkippen, Windeln, Hygieneartikel, Staub und Asche.

Die NPD-Fraktion würde es begrüßen, wenn

1. die Stadt diesbezüglich eine Aufklärungskampagne starten würde und

2. die schwarze Tonne entsprechend der Abfallanteile verkleinert wird.

Allerdings bringt das alles nichts, wenn ein großer Teil des Plastikmülls nicht wiederverwendet wird und im Meer oder auf Halden in Südostasien landet.

Das Meer ist der dreckigste Ort der Welt.

Experten fürchten, dass in unseren Ozeanen im Jahr 2050 mehr Plastikteile als Fische schwimmen werden.Mehr als 660 Tierarten sind durch die Plastikvermüllung bedroht. Weltweit sterben jährlich eine Million Vögel und 100.000 Meeressäuger an Plastik im Meer.

Und auch für uns Menschen birgt Plastik gesundheitliche Gefahren.Forscher haben nachgewiesen, dass Mikroplastik tatsächlich im menschlichen Körper zu finden ist. Vor allen durch die sogenannten Weichmacher, die in zahlreichen Kosmetika, Hygieneartikeln und Putzmittel enthalten sind. Sie können verdampfen, ausgewaschen und abgerieben werden. Eine Arbeitsgruppe der Europäischen Union hat Weichmacher als fruchtbarkeitsschädigend eingestuft. Zudem stehen diese im Verdacht, Asthma, Krebs, Allergien und Funktionsstörungen im Gehirn zu fördern.

Ich könnte jetzt noch einen längeren Vortrag darüber halten, komme aber wieder aufs eigentliche Thema.

Der Plastikmüll wird auch hier in Wetzlar immer mehr.

Deshalb muss die Politik in Wetzlar vorangehen und Konzepte entwickeln, um 1. Müll zu vermeiden, 2. Auf ein Mehrwegverpackungssystem setzen, wie wir es bei unseren wiederverwendbaren „Kaffee to go“ Becher Antrag gefordert haben. Dieses muss auf viele Verpackungsprodukte erweitert werden, Und 3. In den übergeordneten Gremien z.B. Hessischer Städtetag entsprechend voran treiben.

Dazu benötigen wir allerdings in Wetzlar eine Umweltkehrtwende. Die Grünen hier im Haus sind dazu nicht fähig, die beschäftigen sich mit Projekten wie „Essbare Stadt, wilde Wiesen, unproduktiven Windkrafträdern.

Wirklichen Umweltschutz wie Beendigung des Flächenfraßes, Müllverringerung, Kontrolle des Trinkwassers bzgl. Glyphosat u.a. haben sie zu Gunsten der Regierungsbeteiligung aufgegeben.

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