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21.10.2013

Lesezeit: etwa 4 Minuten

Inklusion - Gleichberechtigung oder "Kommunismus für die Schule"?

Immer mehr Bundesländer peitschen eine äußerst fragwürdige Bildungsreform derzeit durch die Landtage, mit der das deutsche Schulwesen schon bald vor eine große Katastrophe gestellt werden könnte. Die Inklusion, die gemeinsame Unterrichtung von behinderten und nicht behinderten Kindern in Regelschulen und die damit einhergehende Schließung von Förderschulen, stellt öffentliche Kassen, Lehrer, Eltern und nicht zuletzt die Kinder vor kaum zu schulternde Herausforderungen.

Aktuell hat der Landtag von Nordrhein-Westfalen ein Gesetz zur umstrittenen Inklusion verabschiedet und will behinderte Kinder ab dem kommenden Schuljahr in Regelschulen unterrichten lassen. In zahlreichen Ländern wird diese Inklusion bereits praktiziert, in anderen Ländern wie z. B. Brandenburg existieren bisher bereits 84 Modellschulen, aber kein konkretes Gesetz, da die entsprechende rot-rote Regierung das verpflichtende Gesetz erst nach der Landtagswahl im kommenden Jahr durchpeitschen will, um keine Wählerstimmen aufs Spiel zu setzen.
Was sind die Folgen der Inklusion?

Kinder mit besonderem Förderbedarf und Kinder ohne solch einen besonderen Förderbedarf werden gemeinsam unterrichtet – lernschwächere Schüler werden überfordert, besonders begabte Kinder massiv unterfordert. Am Ende sind alle frustriert, da sie nicht ihren Leistungsmöglichkeiten gemäß gefördert und unterrichtet werden können. Das Ziel der Inklusion, die gleichberechtigte Teilhabe, wird somit verfehlt und in ihr Gegenteil verkehrt. Laut mehreren Studien sind Mobbing und die Bildung klasseninterner Subsysteme die Folge, was letztlich zu noch mehr Exklusion führt. Dies ist auch der Grund, weshalb sowohl Lehrer, Eltern und auch Behindertenverbände das Vorhaben mehrheitlich mit großer Skepsis betrachten. Internationale Studien haben bereits verdeutlicht, daß es sinnvoller ist, Kinder mit besonderem Förderbedarf und/oder schweren Verhaltensauffälligkeiten in Spezial- oder Förderschulen zu unterrichten, um ihnen eine individuellere und auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Betreuung ermöglichen zu können. Werner Fischbach, Leiter einer Duisburger Förderschule, bringt es auf den Punkt: „Normale Grundschulen können die Arbeit, die wir machen, überhaupt nicht leisten. Diese Kinder haben ganz besondere Ansprüche. Man braucht Sonderpädagogen mit der fachlichen Ausbildung für die jeweilige Behinderung und Einzelunterricht, um Erfolge zu erzielen."

Ein weiteres Problem ist der schon jetzt exorbitante Lehrermangel. Schon heute müssen vielerorts ca. zehn Prozent der Unterrichtsstunden ersatzlos ausfallen. Die Umsetzung der Inklusion würde den Lehrerbedarf deutlich steigern, ebenso müssten im Schnellverfahren Sonderpädagogen, Schulpsychologen und Therapeuten in Hülle und Fülle vorhanden sein – eine derzeit kaum zu stemmende Aufgabe. Viele Kommunen, auch nach der aktuellen Bildungsreform in NRW, fürchten nun mit den Kosten allein gelassen zu werden. Die Reform wurde zwar nun umgesetzt, die Finanzierungsfrage soll allerdings erst im kommenden Jahr geklärt werden. Kritiker fürchten bereits eine „Inklusion nach Kassenlage“. Der Bildungsökonom Klaus Klemm von der Universität Duisburg-Essen geht von jährlichen Kosten in Höhe von 660 Millionen Euro aus – und selbst dann wäre nicht sicher, ob die Zahl der Lehrer und Sonderpädagogen ausreichen würde. In den letzten Jahren waren die Landesregierungen schon regelmäßig voller Freude, wenn sie wenigstens den altersbedingten Abgang von Lehrern durch neues Personal kompensieren konnten. Ebenso weist die Bildungsgewerkschaft GEW auf die Risiken der Inklusion hin. Sie zweifelt die Qualität des gemeinsamen Unterrichts an und moniert, daß viele Lehrer sich überfordert fühlen, den extrem unterschiedlichen Leistungsmöglichkeiten der Schüler gerecht zu werden. Die Skepsis wird durch Lehrerbefragungen untermauert. 70 Prozent der Förderschullehrer und 80 Prozent der Realschullehrer betrachten die Umsetzung des gemeinsamen Unterrichts mit großer Skepsis. Da das Inklusionsmodell bisher keine belastbaren Qualitätsstandards aufweist, muß es als Mogelpackung und weiteres ideologisches Bildungsexperiment auf dem Rücken von Lehrern, Schülern und Eltern verstanden werden.

Der in den Förderschulen im Leistungskatalog inbegriffene kostenfreie Nachmittagshort würde in vielen Regelschulen entfallen, sodaß viele Eltern auf den Kosten sitzen bleiben würden. Ein Mangel an individueller Betreuung und steigende Kosten auch an staatlichen Schulen werden viele Eltern vor die Wahl stellen, ihre Kinder künftig in Privatschulen anzumelden. Der Staat scheint sich aus einer seiner Kernaufgaben, der Bildung unserer Kinder, zurückziehen zu wollen.

Der Althistoriker Egon Flaig bezeichnete die Inklusion als „Kommunismus für die Schule“, der letztlich auf eine durch Sparzwänge gekennzeichnete Einheitsschule hinausläuft.

Die NPD lehnt das ideologische Experiment namens Inklusion entschieden ab, da es einer notwendigen individuellen Betreuung aller Schüler diametral entgegensteht, die Kosten für Bildung in die Höhe treibt und in unsozialem Ausmaß den Eltern aufbürdet und somit das Schulwesen letztlich in die Fänge des freien Markts treibt. Gewinner sind am Ende nur die Vertreter der linken Parteien, die einen weiteren Bereich unserer Gesellschaft gleichgeschaltet hätten.


Ronny Zasowk

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