16.11.2010
Laut Auskunft der führenden hessischen Stromversorger sollen die für den 1. Januar 2011 angekündigten Preissteigerungen in erster Linie eine Folge des Ausbaus erneuerbarer Energien sein. So haben die Energieversorger Mainova und Entega, sowie die Stadtwerke Hanau mitgeteilt, die Strompreise zum Beginn des neuen Jahres erhöhen zu wollen.
Die Mainova in Frankfurt ließ verlautbaren, sie wolle ihre Tarife zum 1. Januar um durchschnittlich 6,8 Prozent anheben. Von seiten der Stadtwerke Hanau ist von einer Erhöhung um 6,1 Prozent die Rede. Die Entega wiederum, die vor allem die Städte Darmstadt und Mainz versorgt, kündigte sogar eine Erhöhung um satte zehn Prozent an.
Unisono ließen die Versorger wissen, daß die steigenden Förderkosten für Öko-Strom der Hauptgrund für die Erhöhungen sei. So erhalten Betreiber von Windrädern und Solaranlagen für den von ihnen erzeugten Strom einen Preis, der an der Strombörse normalerweise nicht erzielt werden kann. Die Differenz wird auf den Stromkunden als Endverbraucher umgelegt, muß also von Otto-Normalbürger aufgebracht werden.
Die Berechnung der Umlage für den teureren Öko-Strom ist übrigens im sogenannten „Erneuerbare-Energien-Gesetz“ (EEG) festgelegt, welches der Deutsche Bundestag am 25. Oktober 2008 verabschiedet hat und für welches die ehemalige große CDU/SPD-Koalition unter Kanzlerin Merkel verantwortlich zeichnet.
Die hessischen Bürgerinnen und Bürger dürfen sich also bei ihren „Volksvertretern“ in Berlin dafür bedanken, wenn sie zu Neujahr 2011 für den Strom wieder einmal tiefer in die Tasche greifen dürfen. Somit heißt es auch für das Jahr 2011, dem Bürger wird weniger Netto vom Brutto übrigbleiben, zumal eine neuerliche Erhöhung der Tabaksteuer ab Juli 2011 bereits beschlossene Sache ist.
Jörg Krebs
